IKT-Gründung des Jahres 2017

Gleich vier Unternehmen wurden von Bundeswirtschaftsministerien Brigitte Zypries mit dem begehrten Preis "IKT-Gründung des Jahres 2017" ausgezeichnet:

 

Zur Pressemeldung des BMWi

1. Platz: Toposens GmbH

Toposens entwickelt 3D-Sensorsysteme auf Basis von Ultraschalltechnik. Der sehr kleine 3D-Ultraschallscanner erfasst die Struktur von Personen und Gegenständen präzise. Der Sensor folgt den Prinzipien der Echolokation einer Fledermaus, die winzige Objekte sehen kann, indem sie Ultraschallsignale aussendet und ihre Reflexionen empfängt. Die gescannten Objekte werden in Echtzeit in drei Dimensionen erfasst. Der entwickelte Sensor ist viel kleiner und auch deutlich preisgünstiger als die bisher genutzten Alternativen mit Laser oder einer Kamera. Gleichzeitig ist er sehr robust und energieeffizient. Das Produkt von Toposens kann vielseitig und in verschiedenen Industrien eingesetzt werden, im Automobilbau etwa bei der Gestensteuerung im Fahrzeuginnenraum, als Einparkhilfe oder für die Objekterkennung beim autonomen Fahren.

www.toposens.com

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2. Platz: Telocate GmbH

Mit der Software der Telocate ist eine Navigation mit dem Smartphone in geschlossenen Räumen auf bis zu zehn Zentimeter genau möglich. Das Smartphone sendet dazu ein unhörbares Signal im Bereich oberhalb von 18 Kilohertz aus, das von mehreren im Gebäude verteilten Empfängern aufgefangen und an einen per Netzwerk angebundenen Server weitergeleitet wird. Anhand der Empfangszeitpunkte berechnet der Server die Distanz des Smartphones zu mindestens drei Empfängern. Daraus ergibt sich die einzig mögliche Position des Nutzers im Raum. Die Position wird in entsprechendem Kartenmaterial markiert und über eine Internetverbindung an das Smartphone gesendet. Durch die hohe Genauigkeit des Telocate-Systems eröffnen sich völlig neue Navigationsanwendungen für das Smartphone in unübersichtlichen Gebäuden etwa in Krankenhäusern oder Shopping-Malls.

www.telocate.de

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3. Platz: FOVEA GmbH

Wie viel Holz in einem sogenannten Holzpolter, sprich in einem Holzstapel im Wald steckt, können Förster nun in Sekundenschnelle mit dem Handy berechnen. FOVEA bietet der Forstwirtschaft eine Smartphone-App für die fotooptische Vermessung der Polter an. Mit einem Preis von 1.500 € pro Jahr und Vermessungspreisen von 0,10 € pro Kubikmeter ist die FOVEA-Lösung deutlich günstiger als andere Systeme. Die hochkomplexen Algorithmen zur Berechnung des Poltervolumens funktionieren zudem direkt vor Ort im Wald und ohne Internetverbindung. Die aufgenommenen Daten können mit dem FOVEA-ERP-System Forst-Management-System (FMS) synchronisiert, verwaltet und das Holz vermarktet werden.

www.fovea.eu

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3. Platz: Okinlab GmbH

Das Start-up OKINLAB entwickelt eine Online-Software, die es Menschen ermöglicht, ihre Möbel selbst zu designen. Käufer können mit dem Web-Service form.bar, Möbelstücke durch einfaches Klicken und Ziehen am virtuellen 3D-Modell an die individuellen Bedürfnisse oder die eigene Ergonomie anpassen. Die natürlich gegebenen Grenzen des gewünschten Materials sowie die maschinelle Herstellbarkeit werden dabei von der Software von vornherein mitberücksichtigt. Das Wunschprodukt wird im Anschluss an den Design-Prozess in ein Zuschnittmuster für hochmoderne Fräsen zerlegt. Dieses bildet wiederum die Grundlage der Produktion durch einen Schreiner, dem die Daten digital übermittelt werden.

www.okinlab.com
www.form.bar

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